Stillbirth

Heiße Küsse und sexy High Heels

Ein Erotik-Krimi

Helene und Petra, zwei Freundinnen aus Kindertagen, betätigen sich zuerst aus Langeweile, später dann aus Lust und Freude als Prostituierte. Als Helene ermordet wird, erbt Petra alle Freier und Helenes Vermögen. Nach einem Mordanschlag auf ihr Leben, verängstigt und einsam, bittet sie Robert Rohwedder um Hilfe. Seine Ermittlungen führen ihn in das Rotlichtmilieu Seppersteens, eines brutalen Holländers. Nach vielen Rückschlägen, Verwicklungen und Niederlagen gelingt Robert die Festnahme des unheimlichen Täters. Petra zieht von Potsdam nach Berlin, kauft sich in einer Modeboutique ein und versucht zu vergessen.

Eine Leseprobe aus meinem Werk "Stillbirth"

[...]Vor meinem geistigen Auge tauchte die damalige Szene auf, gerne erinnerte ich mich nicht daran, merkwürdige Gefühle in der Magengegend machen sich dann bei mir breit. Ich hatte mich, aus Geldnot versteht sich, auf eine Anzeige hin gemeldet, der Job versprach lukrativ zu sein. Das ganze Drum und Dran allerdings war mir am Anfang nicht so richtig klar. Als ich ankam lief noch alles rund, der Mann der mich gebucht hatte saß im Rollstuhl, von ihm waren Gott sei Dank keine Übergriffe zu erwarten, dachte ich. Mit einer winzig kleinen Serviererinnenschürze, die gerade mal meinen Nabel bedeckte, machte ich mich ans Werk. Er fuhr immer hinter mir her, kommandierte und kritisierte, ich, immer das Geld vor Augen welches ich so dringend brauche. Bei jeder Bewegung die ihm besonders gut gefiel, noch heute verbiete ich mir auch nur daran zu denken, steckte er einen Zehner in mein kleines Täschchen unter der Schürze. Niemand der noch nicht nackt Fenster geputzt, Dielen gebohnert, Toiletten geschrubbt und Marmelade gekocht hat, kann nachvollziehen was ich empfunden habe. Erst spritzte mir kochendheiße Mangomarmelade auf mein bestes Stück und dann  beim Dielen bohnern begegnete mir die Mutter aller Peinlichkeiten, es passierte das was mein Freund Seppersteen als Auspuffdefekt deklarierte. Ich schäme mich noch heute dafür, verfluche die Idee vorher eine Dose „Dicke Bohnen“ gegessen zu haben. Mein Rollstuhlfahrer war wider Erwarten hell auf begeistert und verlangte bei jedem Auswringen des Feudels mehr von dem röhrenden und knatternden Auspuff zu hören.

Als der Typ aber dann vorschlug, ich solle mich nackt auf die Toilette setzen, da war die Putzerei für mich zu Ende. Ich verlangte mein Geld, er wollte nicht zahlen, da überkamen mich so ein grässlicher Hass und eine Wut, dass ich ihn schubste. Der Rollstuhl kippte, er fiel zu Boden, lag da wie ein toter Käfer und ich nahm ihm das Geld, sogar das Kleingeld aus der Börse. Schlimm daran war auch der Umstand dass dieser Perverse die ganze Zeit schallende lachte. Voller Zorn ging ich in seine Küche und bediente mich auch noch an seinem obszönen Sparschwein, das Tier reckte seinen Hinter paarungsbereit nach oben, jeder Sparcent musste durch den Spalt in seinem Hinter eingeworfen werden, ich schlug das Schwein genussvoll mit einer vollen Bierflasche kaputt. Eine Stunde später ging ich, von Gewissensbissen angetrieben, zurück zu seiner Wohnung. Die Polizei stand davor, ich schlug mich in die Büsche. Zum Glück wusste der Typ nicht wie ich heiße oder wo ich wohne. Angerufen hatte ich aus einer Öffentlichen. Zucca weiß bis zum heutigen Tag nichts davon und ich bete und hoffe dass dieser unsympathische Kommissar Marcel nie davon erfährt, ich wäre dann meine Zulassung los. Woher allerdings ausgerechnet Seppersteen davon weiß, das war mir schleierhaft. Nur nicht die Nerven verlieren Robert[...]